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Gerd Hellmut Lautenbach (KFZ Handwerker, Bürgermeister, 70 Jahre )

Portrait

Er hat im Zuge der Grenzöffnung seinen Arbeitsplatz verloren und kann dennoch ohne Bitterkeit von dieser besonderen Situation erzählen. Dabei fließen seine Erfahrungen als Ortsbürgermeister mit ein.

Gegenstand

Ganz besonders in Erinnerung ist ihm geblieben, wie er am 19.11.1989 als erster Tettenborner zusammen mit einem Freund illegal nach Mackenrode kam und dort ganz besonders herzlich empfangen wurde. Im dortigen Gasthof fand gerade eine Geflügelausstellung statt. Davon erzählt auch sein besonderer Gegenstand: Ein Ehrenpreis, den er dort bekam, ohne ein einziges Huhn vorzeigen zu müssen.

Videos

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Verschärfung der Trennung

"Ich habe die Grenze von Anfang bis Ende miterlebt und kann nur sagen, es war furchtbar."

Grenzkontakte, Repressionen, Schießbefehl

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Flucht mit Pferd und Wagen

Einer seiner Klassenkameraden kam aus der DDR. Dessen ganze Familie war geflohen und dann bei Verwandten in Tettenborn geblieben.

Flucht

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Familienfeiern hinter der Grenze

Verbotener Westkontakt: West-Kusine beendet eine Armeekarriere.
Schikane an der Grenze

Familienfeste, Grenzkontrolle, Repressionen

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Leben auf der Westseite des Zauns. "Wir konnten uns nur in eine Richtung bewegen."

Die grenznahmen Gebiete der BRD galten als strukturschwache Region und wurden speziell gefördert (Grenzlandhilfe).

Alltag (BRD), Grenzöffnung

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Nach 27 Jahren in Mackenrode der erste Besuch aus dem Nachbardorf

Zusammen mit seinem Sangesbruder war er der erste, der von Tettenborn nach Mackenrode kam. Es gab ein großes Hallo im Gasthof zur Linde. Dort fand gerade eine Geflügelausstellung statt. (Siehe auch: der besondere Gegenstand!)

Alltag (BRD), Alltag (DDR), Erste Begegnungen, Grenzöffnung

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Verhältnis Mackenrode/Tettenborn nach 1989

Die DDR hatte die Tradition der Schützenvereine nicht ganz gebrochen, sondern in einer neuen Organisation vereinnahmt: der Gesellschaft für Sport und Technik. Nach der friedlichen Revolution wurde in Mackenrode wieder an die alte Vereinstradition angeknüpft. Dabei hat der Tettenborner Schützenverein geholfen.

Alltag (BRD), Alltag (DDR)

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Arbeitslos durch die Wende

Als er mit 62 Jahren arbeitslos wurde, hat er aus der Not eine Tugend gemacht und die frei gewordene Zeit seinem Ehrenamt als Ortsbürgermeister gewidmet.

Alltag (BRD), Alltag (DDR)