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Dorfchronik des Grenzdorfes Mackenrode

Grenzanlagen

Grenzöffnung

Der Ort war immer durch Landwirtschaft geprägt. Da die Erträge der Höfe oft nicht zum Leben reichten, gingen die meisten Bewohner noch Nebentätigkeiten (Milchwirtschaft, Weberei, Holzrücken, Steinbrüche, Handwerk) nach. Auch als Handels- und Postdorf war Mackenrode von Bedeutung.

Durch den Bau der Eisenbahnlinie Nordhausen- Northeim (1885-1886) kam es zur Ansiedlung von Industriebetrieben (Holzwarenfabrik, Gipswerk) im Nachbardorf Tettenborn (Kolonie), in denen auch viele Mackenröder arbeiteten. Nach der Grenzziehung war ihnen der Weg in diese Fabriken versperrt und damit der Lebensunterhalt entzogen. Auch der Zugang zu den Wäldern des Dorfes war nicht mehr möglich. Das verschärfte die ohnehin schwierige Lebenssituation der Dorfbewohner zusätzlich. Der nächste Bahnhof lag jetzt 20 Kilometer entfernt.

1952 begannen die Zwangskollektivierungen, die ab1956 zur Gründung der LPG "Frohes Schaffen" führte.

Ein dunkles Kapitel waren die Zwangsumsiedlungen Aktion" Ungeziefer" (1952) und "Kornblume" (1961).

Durch die Lage im Sperrgebiet war der Ort 40 Jahre lang isoliert. Nur Verwandte 1. Grades konnten auf Antrag einen Passierschein für Besuche bekommen.

Auf den Landkarten der DDR war das Dorf nicht existent!